Passivhaus – Wohngefühl und Nebenkosten im Einklang

Geschrieben von julia am Montag, den 4. Juni 2012 um 16:33 Uhr.

Passivität muss nicht unbedingt schlecht sein, zumindest, wenn es um Wohnhäuser und deren Energiebilanz geht. Das Passivhaus spielt dabei eine ganz besondere Rolle, kommt es dank seiner guten Dämmung doch ganzjährig ohne dedizierte Heizung aus. Dass im Inneren dieser Häuser trotzdem wohnliche Temperaturen herrschen, ist somit alleine eine Folge intelligenter und bewusster Konstruktion.

Die Natur systematisch nutzen: warme Erde, kühle Luft

Die Begriffsklärung des Wortes Passivhaus ist nun nicht besonders schwer zu erraten: Wo andere Häuser installierte Heizungen benötigen, stellt sich die optimale Temperatur im Passivhaus von ganz alleine ein. Das gilt natürlich auch für das Gegenteil, beispielsweise im Sommer, da das Passivhaus während der warmen Monate angenehm kühl bleibt.
Möglich wird das durch den speziellen Aufbau eines Passivhauses, der zwar stellenweise variiert werden kann, grundsätzlich jedoch dem funktionalen Standard entspricht.

Passivhaus

Passivhaus © iStockphoto/Thinkstock

Passivhaus nach Schema F: ein durchdachtes System

Das Passivhaus beruht im Wesentlichen auf drei Merkmalen: der Lüftung, der Heizung und der Dämmung. Gerade in kälteren Gefilden wie Deutschland kommt der Dämmung eine besondere Bedeutung zu, da diese dafür verantwortlich ist, möglichst wenig Wärme entweichen zu lassen. Da allerdings auch im tiefsten Winter regelmäßig gelüftet werden muss, kann eine effektive Dämmung nur im Zusammenspiel mit einem intelligenten Lüftungssystem erreicht werden. An dieser Stelle kommt die kontrollierte Wohnraumlüftung ins Spiel, deren zentrales Element der Einbau von Lüftungsanlagen ist.
Am erstaunlichsten, weil am simpelsten, gestaltet sich darüber hinaus die Heizung von Passivhäusern. Der Heizeffekt entsteht nämlich in erster Linie durch die anwesenden Personen sowie die elektrischen Geräte, beispielsweise Computer oder Fernseher, die im Betrieb ebenfalls Wärme abgeben. Reicht die dadurch produzierte Wärmeleistung nicht aus, kann der Restbedarf per externer Quelle abgedeckt werden; am Prinzip des Passivhauses ändert das jedoch nichts.

Neu oder alt: viele Wege führen zum Passivhaus

Wer nun ernsthaft darüber nachdenkt, künftig in einem Passivhaus zu leben, der kann entweder einen Neubau finanzieren oder auf das Bestehende zurückgreifen. Die Umwandlung zum Passivhaus ist nämlich bei allen Gebäudearten möglich, auch wenn der Faktor Preis sich natürlich stark unterscheiden kann. Pauschale Aussagen sind hierbei kaum möglich, da nicht nur der Wert und der Zustand des Hauses sowie die erforderlichen Umbauten eine Rolle spielen, sondern auch der Zinssatz der Finanzierung. Am Anfang des Projektes steht somit immer eine exakte Kalkulation, die auch zutage bringt, nach wie vielen Jahren sich die Investition amortisiert.

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Kategorie: Haus | 1 Kommentar | Schlagwörter: , , , , , ,

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Bisher wurde einen Kommentar geschrieben.

  1. Gibt es bestimmte Förderungen, wenn man ein altes Haus zum Passivhaus umbauen möchte? Anscheinend ist eine riesige Summe Geld angefordert, was ich gerade mir nicht leisten kann. Da es aber bestimmte Vorteile gibt für die Zukunft, was Energie UND Geld sparen betrifft, wäre ich interessiert zu investieren, vorausgesetzt dass man Hilfe dazu bekommt.