Nullenergiehaus: Ökologisch-ökonomisch sinnvoll

Geschrieben von julia am Freitag, den 4. Mai 2012 um 9:15 Uhr.

Der häusliche Energiekonsum und die damit verbundenen Kosten, aber auch die Belastung für die Umwelt gehören zu den derzeit präsentesten Themen in der Öffentlichkeit. Im Zuge dieser Diskussion führt kein Weg an der Nennung des Nullenergiehauses vorbei, das bislang allerdings eher einen theoretischen Idealzustand als die verbreitete Praxis darstellt. An diesem Zustand kann – und soll – sich zukünftig jedoch eine Menge ändern; die Voraussetzung dafür ist allerdings ein fundiertes Grundwissen über das Thema Nullenergiehaus.

Die Definition: ein Nullsummenspiel der angenehmen Art

Nullenergiehaus bedeutet natürlich nicht, dass das Haus über keinerlei Energiezufuhr verfügt. Viel eher bezeichnet der Begriff die Energiebilanz eines Hauses und zwar hinsichtlich des Verhältnisses aus externer und selbst generierter Energie.

Windturbinen und Häuser

© iStockphoto/Thinkstock

Anders ausgedrückt: Das Nullenergiehaus bezieht durch eigens herbeigeführten Energiegewinn genügend Energie, um den Bedarf des Hauses vollständig abzudecken. Die Möglichkeiten dazu sind bekannt, nämlich durch die natürlichen Ressourcen Wind, Wasser oder Sonnenlicht, wobei die Solarenergie aufgrund der höchsten Praktikabilität in Privathaushalten am verbreitetsten ist.
Die Steigerung des Nullenergiehauses ist folglich das Plusenergiehaus, bei dem mehr Energie gewonnen als verbraucht wird. Die überschüssige Energie kann auf verschiedene Arten genutzt werden, etwa in Form der Speicherung im großen Stil, wofür allerdings weitere spezielle Vorrichtungen benötigt werden, oder durch die Umwandlung in einen wirtschaftlichen Ertrag.

Aufwand, Kosten und Nutzen: Perspektive schaffen

So positiv das Nullenergiehaus langfristig auch ist, muss stets bedacht werden, dass die anfänglichen Investitionskosten nicht gerade gering sind. Dasselbe gilt für den technischen Aufwand, den die Installationen mit sich bringen. Diese betreffen nämlich nicht nur die Kollektoren selbst, sondern auch den Zustand des Hauses inklusive der verwendeten Baustoffe.
Im Sinne eines hohen Wirkungsgrades ist es schließlich unerlässlich, dass die gewonnene Energie auch bestmöglich im Haus gehalten wird. Optimale Dämmung und Isolierung werden damit zur unverzichtbaren Voraussetzung für ein effektives Nullenergiehaus. Hinzu kommt, dass auch die Bauweise, die Lage und die Ausrichtung eines Hauses darüber bestimmen, ob der Ausbau zum lohnenswerten Nullenergiehaus überhaupt realistisch ist. Positiv sind beispielsweise große Fenster in Richtung Süden mit wenig Schatten und ein geringes Verhältnis von Haus-Außenfläche zu Volumen.
Sind diese – und andere – Kriterien erfüllt, kann aufgrund der hohen Baukosten ein Antrag auf Förderung bei der KfW gestellt werden; dieser kann nämlich ein entscheidender Grundpfeiler der Finanzierung sein, die nicht selten im hohen fünfstelligen Bereich liegt.

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Kategorie: Haus | 1 Kommentar | Schlagwörter: , , , , ,

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Bisher wurde einen Kommentar geschrieben.

  1. Man muss derartige Häuser langfristig sehen – auf 20 Jahre rechnet sich das locker, bei einem Neubau sowieso sinnvoll, Altbauten… tja – der Altbautenbestand geht auch nicht so schnell zurück,a alte Häuser dämmen ist definitiv zu teuer.
    Aber wer ein neues Haus baut – definitiv sinnvoll, von Anfang an.