Raumklima ist das A und O: Heizen und Lüften nach Plan

Geschrieben von julia am Dienstag, den 21. Februar 2012 um 15:25 Uhr.

Das Raumklima in der eigenen Wohnung ist das vielleicht am meisten unterschätzte Thema überhaupt. Dabei betreffen Temperatur und Luftfeuchtigkeit nicht nur die Substanz der Wohnung, sondern auch die menschliche Gesundheit und zwar in nicht zu geringem Maße. Eine schnelle Abhilfe ist allerdings nicht besonders kompliziert: So wissenschaftlich das Prinzip und die Hintergründe in Sachen Raumklima nämlich klingen, so einfach und verständlich ist die Umsetzung letztendlich.

 

Beeinträchtigtes Raumklima? Grundlagen und bekannte Fehler in aller Kürze

Grundsätzlich entsteht Schimmel durch die Kombination aus Wärme und Feuchtigkeit. Der Zusammenhang von Lüftung und Heizung folgt somit auf dem Fuße. Die meisten heimischen Schimmelpilze entstehen durch zu kurze Lüftungszeiten, da die feuchte Luft dabei nicht hinreichend nach Außen abgeführt werden kann. Auch die stark verbreitete Stoßlüftung ist dabei keine echte Hilfe, da das Material der Fenster durch die lange Zeit in Kippstellung stark auskühlt und damit zum idealen Nährboden für neue Feuchtigkeit wird.

Gutes Raumklima durch richtiges Lüften

Gutes Raumklima durch richtiges Lüften © iStockphoto/Thinkstock

Falsches Lüften: die Konsequenzen

Manche Dinge geraten erst durch das Aufzeigen ihrer Nebenwirkungen ins richtige Licht. Dazu gehört auch das Raumklima in der Wohnung. Es ist im Prinzip nicht schwer, eine Wohnung mit mangelhaftem Raumklima als solche zu erkennen: Schimmel in den Ecken und am Fensterrahmen, stickige, aber dennoch zu kalte Luft und ein kratziges Gefühl im Hals, das eben diesen Umständen entspringt.
Wem das nicht genügt, dem mag vielleicht der finanzielle Aspekt Ansporn genug sein, dem Raumklima die verdiente Aufmerksamkeit zu schenken: Neben einer schlechteren Wohn- und Lebensqualität kann das falsche Raumklima zu dauerhaften und schwerwiegenden Schäden an der Bausubstanz führen, die bei nachweislich falschem Verhalten alleine auf den Mieter zurückfällt – und damit folglich auch die Kosten.

So geht es richtig: in wenigen Handgriffen zum besseren Wohnen

Die Lösung ist somit offensichtlich: Mehrfaches Stoßlüften am Tag, jeweils nur für wenige Minuten, reicht völlig aus, um die verbrauchte Luft gegen frische auszutauschen, ohne dabei jedoch für eine zu starke Abkühlung vom Raum und Material zu sorgen. Auch die angestrebte Luftfeuchtigkeit von etwa 50 Prozent wird auf diese Weise schnell erreicht. In Räumen mit mehreren, am besten gegenüberliegenden Fenstern, hilft ein bewusst herbeigeführter Durchzug, die Lüftungszeit zusätzlich zu verkürzen. All das betrifft natürlich auch die Heizung, deren Effekt beim Kipplüften beinahe vollständig verloren geht ─ beim Stoßlüften allerdings nicht.
Übrigens: Ist auch nach der gewissenhaften Umstellung des Lüftungsverhaltens noch Schimmelbildung zu beobachten, sollte der Kontakt zum Vermieter aufgenommen werden, da bauliche Mängel keine Seltenheit sind und nicht in den Kompetenzbereich des Mieters fallen.

Westwing_468x60a

Bisher wurden 3 Kommentare geschrieben.

  1. […] und meine Heizungen stehen auch meistens auf ca 20%… Jetzt fragte ich mich wie sollte ich denn richtig Heizen bzw wie warm sollte ich heizen? Bringt es was wenn ich abends stark heize oder solllte ich […]

  2. […] […]

  3. Wer zahlt mir nach dem Versuch, die hellgraue Schrift auf weißem Hintergrund zu lesen, den Augenarzt?

    viele Grüße, wenn man die Schrift lesen kann

Kommentar abgeben